Warum tritt Zungenbrennen auf? Was ist das Burning-Mouth-Syndrom?
Was verursacht Zungenbrennen? Was ist das Burning Mouth Syndrom?
Zungenbrennen ist ein Gefühl von Brennen, Stechen, Kribbeln oder Schmerzen, das sich anfühlt, als hätte man ein heißes Essen oder Getränk konsumiert, entweder an der Zungenspitze, an den Zungenrändern oder auf der gesamten Zunge. Manche Menschen beschreiben dieses Gefühl als „meine Zunge brennt“, „meine Zunge schmerzt“, „mein Mund fühlt sich ständig heiß an“, „meine Zungenspitze kribbelt“ oder „ich habe ein Brennen im Mund, als hätte ich Pfeffer gegessen“.
Zungenbrennen ist nicht immer eine eigenständige Krankheit. Mundtrockenheit, Pilzinfektionen, reizende Lebensmittel, einige Mundpflegeprodukte, Vitamin- und Mineralstoffmangel, Reflux, hormonelle Veränderungen, bestimmte Medikamente, orale Gewohnheiten wie Zähneknirschen, Zungenpressen und verschiedene systemische Zustände können ein Brennen auf der Zunge verursachen.
Wenn jedoch bei einigen Patienten das Brennen über einen längeren Zeitraum anhält, obwohl keine offensichtlichen Wunden, Infektionen, Rötungen oder andere erklärende Probleme im Mund vorliegen, wird das Burning Mouth Syndrome (BMS), auf Deutsch Brennendes Mund Syndrom oder Mundbrennen Syndrom in Betracht gezogen.
Einer der auffälligsten Punkte beim Burning Mouth Syndrom ist, dass die Gewebe von Mund und Zunge bei der Untersuchung völlig normal aussehen können, obwohl der Patient ein starkes Brennen empfindet. Daher lässt sich das Problem nicht allein durch einen Blick in den Spiegel erkennen, und die Diagnose erfordert häufig den systematischen Ausschluss anderer möglicher Ursachen.
Согласно информации, опубликованной Национальным институтом стоматологических и черепно-лицевых исследований, синдром жжения во рту — это болезненное состояние, характеризующееся ощущением жжения, ожога или покалывания во рту, которое может длиться месяцами или дольше. Подробную научную информацию по этой теме можно найти на ресурсе National Institute of Dental and Craniofacial Research – Burning Mouth Syndrome.
Что такое синдром жжения во рту?
Синдром жжения во рту — это хроническое орофациальное болевое состояние, при котором, несмотря на отсутствие явных поражений или заболеваний в полости рта, присутствует повторяющееся или постоянное ощущение жжения.
Согласно Международной классификации орофациальной боли (ICOP), синдром жжения во рту характеризуется ежедневными повторяющимися интраоральными ощущениями жжения или аномальными сенсорными ощущениями в течение более трех месяцев, несмотря на отсутствие явного причинного поражения при клиническом осмотре и необходимых исследованиях.
Для ознакомления с международными критериями диагностики можно обратиться к источнику International Classification of Orofacial Pain – ICOP.
СЖР поражает не только язык. Ощущение жжения может быть:
- на кончике языка,
- в передних двух третях языка,
- по краям языка,
- на губах,
- на нёбе,
- на деснах,
- на внутренней стороне щек,
- в областях рта, близких к горлу,
- или по всей полости рта.
может ощущаться.
Однако одной из наиболее часто поражаемых областей является язык. По этой причине значительная часть пациентов может изначально обратиться к стоматологу с вопросом: «Почему жжет мой язык?»
Каковы наиболее распространенные причины жжения языка?
Zungenbrennen hat keine einzelne Ursache. Tatsächlich ist eine der wichtigsten Phasen bei der Diagnose des Burning Mouth Syndroms die Untersuchung anderer Ursachen, die BMS imitieren könnten.
Die wichtigsten Zustände, die Zungenbrennen verursachen können, sind:
- Mundtrockenheit und verminderte Speichelproduktion
- Pilzinfektionen wie orale Kandidose
- Eisenmangel
- Vitamin-B12-Mangel
- Folsäuremangel
- Zinkmangel
- Anämie
- Diabetes
- Schilddrüsenerkrankungen
- Menopause und hormonelle Veränderungen
- Gastroösophagealer Reflux
- Nebenwirkungen einiger Medikamente
- Irritationen durch Produkte wie Zahnpasta oder Mundwasser
- Übermäßiger Verzehr von scharfen und sauren Speisen
- Rauchen und andere Tabakprodukte
- Alkoholhaltige Mundspülungen
- Zähnepressen und Zähneknirschen
- Ständiges Reiben oder Pressen der Zunge an die Zähne
- Unpassende Prothesen
- Scharfe Zahnkanten oder Restaurationen
- Erkrankungen der Mundschleimhaut
- Neuropathische Schmerzmechanismen
Daher sollte ein seit einigen Tagen andauerndes Zungenbrennen nicht auf die gleiche Weise beurteilt werden wie ein seit Monaten bestehendes Brennen, bei dem die Munduntersuchung normal ist.
Kann Zungenbrennen durch Vitaminmangel verursacht werden?
Ja. Einige Vitamin- und Mineralstoffmängel können zu Brennen, Empfindlichkeit, Schmerzen oder Veränderungen auf der Zungenoberfläche führen.
Insbesondere Eisen-, Vitamin B12-, Folsäure- und Zinkspiegel gehören zu den Parametern, die bei einigen Patienten untersucht werden sollten.
Bei Patienten mit atrophischer Glossitis, die mit Eisen- oder Vitamin-B12-Mangel verbunden ist, kann die Zungenoberfläche glatter, glänzender oder röter erscheinen und von einem Brennen begleitet sein.
Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass jeder, der Zungenbrennen hat, einen Vitaminmangel aufweist. Statt unkontrolliert mit der Einnahme von Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten zu beginnen, ist es ein präziserer Ansatz, bei Bedarf die entsprechenden Labortests durchzuführen.
Bei der Beurteilung des Burning Mouth Syndroms gehören auch Ernährungsdefizite zu den sekundären Ursachen, die ausgeschlossen werden sollten.
Kann Mundtrockenheit Zungenbrennen verursachen?
Ja. Mundtrockenheit ist eine der Zustände, die sehr eng mit Zungenbrennen verbunden sein können.
Speichel ist nicht nur eine Flüssigkeit, die den Mund befeuchtet. Er hilft, die Mundgewebe zu schützen, Speisen zu schmieren, Geschmacksmoleküle zu transportieren und das chemische Gleichgewicht im Mund aufrechtzuerhalten.
Bei vermindertem Speichelfluss können die Zunge und die Mundschleimhaut empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren.
Mundtrockenheit kann durch;
- bestimmte Medikamente,
- unzureichende Flüssigkeitsaufnahme,
- Mundatmung,
- Speicheldrüsenprobleme,
- bestimmte Autoimmunerkrankungen,
- Behandlungen wie Strahlentherapie,
- altersbedingte Faktoren
verursacht werden.
Interessanterweise können bei einigen Patienten mit Burning Mouth Syndrom die objektiven Speichelmessungen normal sein, obwohl sie das Gefühl haben, einen sehr trockenen Mund zu haben. Daher sollte die Beschwerde „Ich fühle mich trocken im Mund“ von einer tatsächlichen Abnahme der Speichelproduktion unterschieden werden.
Eine systematische Übersichtsarbeit, die den Zusammenhang zwischen Burning Mouth Syndrom und Mundtrockenheit bewertet, ist über die National Library of Medicine – Systematische Übersichtsarbeit zu BMS und Trockenheit zugänglich.
Verursacht eine Pilzinfektion auf der Zunge Brennen?
Ja. Orale Candidiasis, eine Candida-Infektion, die im Volksmund als Mundpilz oder Zungenpilz bekannt ist, kann Brennen und Empfindlichkeit auf der Zunge verursachen.
In einigen Fällen ist eine weiße Schicht auf der Zunge sichtbar, während bei bestimmten Candidiasis-Typen keine deutliche Weißfärbung auftreten muss.
Daher ist es nicht korrekt, Zungenbrennen allein aufgrund des Erscheinungsbildes als Burning Mouth Syndrom zu beurteilen.
Bei Bedarf kann neben der klinischen Untersuchung auch eine mikrobiologische Beurteilung erfolgen. Wird eine Infektion festgestellt, wird zunächst eine entsprechende Behandlung geplant.
Wenn die Brenngefühle nach Beseitigung der zugrunde liegenden Infektion nachlassen, wird das Bild anders als ein primäres Burning-Mouth-Syndrom bewertet.
Kann Reflux Zungenbrennen verursachen?
Gastroösophagealer Reflux kann bei manchen Personen mit einem sauren oder bitteren Geschmack im Mund, Halsreizungen und Brenngefühl einhergehen.
Es ist jedoch nicht korrekt, jedes Zungenbrennen auf Reflux zurückzuführen.
Besonders wenn zum Brennen noch Folgendes hinzukommt:
- Saurer oder bitterer Geschmack,
- Sodbrennen,
- Nächtlicher Reflux,
- Halsreizung,
- Häufiges Räuspern
vorliegt, kann eine systemische Abklärung erforderlich sein.
Bei der Diagnose des Burning-Mouth-Syndroms ist es wichtig, sekundäre Ursachen wie Reflux zu berücksichtigen.
Können Zahnpasta oder Mundwasser die Zunge reizen?
Ja. Bei einigen Patienten können Inhaltsstoffe in Mundpflegeprodukten Reizungen im Mundgewebe verursachen.
Insbesondere Produkte mit sehr starken Aromen, alkoholhaltige Mundspülungen oder bestimmte Zahnpastabestandteile können bei empfindlichen Personen das Brenngefühl verstärken.
Ein zu hartes Zungenbürsten oder der ständige Gebrauch eines Zungenreinigers kann ebenfalls mechanische Reizungen verursachen.
Daher ist der Ansatz „je härter, desto sauberer“ bei der Zungenreinigung nicht korrekt.
Wenn das Zungenbrennen unmittelbar nach Beginn der Anwendung einer neuen Zahnpasta, Mundspülung oder eines Mundpflegeprodukts auftritt, sollte der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Produkt und den Beschwerden bewertet werden.
Verstärken scharfe und saure Speisen das Zungenbrennen?
Ja. Insbesondere bei bereits empfindlicher Mundschleimhaut können scharfe, würzige, sehr heiße oder stark säurehaltige Speisen und Getränke das Brenngefühl verstärken.
Tomaten, Zitrusfrüchte, säurehaltige Getränke, extrem heißer Kaffee oder Tee, starke Gewürze und einige alkoholische Getränke können die Empfindlichkeit erhöhen.
Doch nicht jedes Brennen, das durch Lebensmittel verstärkt wird, ist ein Burning Mouth Syndrom.
Hierbei ist wichtig, wie lange die Beschwerden bereits anhalten, ob ein sichtbares Problem im Mundbereich vorliegt und welche weiteren Symptome damit einhergehen.
Was sind die Symptome des Burning Mouth Syndroms?
Beim Burning Mouth Syndrom muss Brennen nicht das einzige Symptom sein.
Bei Patienten können auftreten:
- Brennen auf der Zunge,
- Stechen an der Zungenspitze,
- Hitze- oder Verbrühungsgefühl im Mund,
- Kribbeln,
- Taubheitsgefühl,
- Gefühl von Mundtrockenheit,
- Metallischer Geschmack,
- Bitterer oder veränderter Geschmack,
- Veränderung des Geschmackssinns,
- Brennen auf den Lippen,
- Brennen am Gaumen
gesehen werden.
Das National Institute of Dental and Craniofacial Research berichtet, dass Brennen oder Kribbeln beim BMS von Mundtrockenheit und Geschmacksveränderungen begleitet sein kann.
Warum kann Zungenbrennen morgens geringer und abends stärker sein?
Eine der auffälligen Eigenschaften des Burning Mouth Syndroms ist, dass die Symptome im Laufe des Tages unterschiedlich verlaufen können.
Einige Personen verspüren morgens nach dem Aufwachen ein sehr leichtes Brennen, geben jedoch an, dass die Beschwerden am Nachmittag und gegen Abend deutlich zunehmen.
Bei manchen Patienten hingegen hält das Brennen vom Zeitpunkt des Beginns am Morgen den ganzen Tag über mit nahezu gleicher Intensität an.
Bei einer geringeren Anzahl von Patienten können die Symptome intermittierend auftreten.
Daher kann es für die diagnostische Bewertung wichtig sein, zu welcher Tageszeit das Brennen beginnt und wie es sich im Laufe der Zeit verändert.
Ist es normal, dass Zungenbrennen beim Essen nachlässt?
Eine der interessanten Eigenschaften des Burning Mouth Syndroms ist, dass das Brennen bei einigen Patienten beim Essen oder Trinken vorübergehend nachlassen kann.
Normalerweise kann das Essen, wenn eine aktive Wunde oder Entzündung im Mund vorhanden ist, den Schmerz verstärken. Beim BMS können jedoch einige Personen eine vorübergehende Linderung erfahren, insbesondere wenn sie kühle Flüssigkeiten zu sich nehmen.
Dieses Merkmal allein führt nicht zu einer BMS-Diagnose, kann aber ein wichtiger Bestandteil der klinischen Anamnese des Patienten sein.
Kann die Zunge beim Burning Mouth Syndrom normal aussehen?
Ja. Tatsächlich ist dies eines der wichtigsten Merkmale des BMS.
Obwohl der Patient ein intensives Brennen beschreibt, ist auf der Zunge Folgendes nicht sichtbar:
- Wunde,
- Geschwür,
- Schwellung,
- Deutliche Rötung,
- Masse,
- Infektion
nicht sichtbar.
Dieser Umstand bedeutet nicht, dass die Symptome nicht real sind.
Es gibt zunehmende wissenschaftliche Beweise dafür, dass das Burning Mouth Syndrom mit Funktionsänderungen im Nervensystem zusammenhängen könnte, das Schmerz- und Geschmacksempfindungen überträgt.
Aktuelle systematische Übersichten, die die Rolle kleiner Nervenfasern untersuchen, zeigen, dass bei einigen BMS-Patienten Veränderungen in den peripheren und zentralen sensorischen Nervenfunktionen gefunden wurden. Für eine detaillierte wissenschaftliche Studie kann Small Fiber Neuropathy in Burning Mouth Syndrome: A Systematic Review eingesehen werden.
Da das Fehlen sichtbarer Probleme im Mund nicht unbedingt bedeutet, dass die Mundgesundheit vollständig normal ist, bietet auch der Inhalt von Melsadent Kann die Mundgesundheit schlecht sein, obwohl die Zähne gesund aussehen? in dieser Hinsicht nützliche Informationen.
Was ist der Unterschied zwischen primärem und sekundärem Burning Mouth Syndrom?
Bei der Beurteilung des Burning Mouth Syndroms ist die Unterscheidung zwischen primär und sekundär wichtig.
Beim primären Burning Mouth Syndrom können trotz notwendiger Untersuchungen keine anderen lokalen oder systemischen Ursachen gefunden werden, die das Brennen erklären würden. Heute wird angenommen, dass das primäre BMS mit neuropathischen Mechanismen zusammenhängt, die die Schmerz- und Geschmackssysteme beeinflussen.
Beim sekundären Burning Mouth Syndrom liegt hingegen eine andere Ursache für das Brennen zugrunde.
Zum Beispiel;
- Vitamin-B12-Mangel,
- Eisenmangel,
- Orale Candidose,
- Mundtrockenheit,
- Diabetes,
- Schilddrüsenstörungen,
- Reflux,
- Bestimmte Medikamente,
- Reaktion auf Dentalmaterialien oder Mundpflegeprodukte
kann Brennen verursachen.
Wenn eine sekundäre Ursache gefunden wird, ist das Hauptziel der Behandlung nicht nur die Unterdrückung des Brenngefühls, sondern die Behebung des zugrunde liegenden Problems.
Bei wem tritt das Burning Mouth Syndrom häufiger auf?
Obwohl BMS bei jedem auftreten kann, wird es häufiger in der mittleren und höheren Altersgruppe sowie insbesondere bei postmenopausalen Frauen berichtet.
Die im Merck Manual Professional Edition enthaltenen epidemiologischen Daten besagen, dass das Burning Mouth Syndrom keine weit verbreitete Krankheit in der Allgemeinbevölkerung ist und häufiger bei postmenopausalen Frauen auftreten kann.
Für aktuelle klinische Informationen kann die Quelle Merck Manual Professional – Burning Mouth Syndrome eingesehen werden.
Alter oder Geschlecht allein reichen jedoch nicht für die Diagnose aus. Bei einem jungen Patienten mit langanhaltendem Zungenbrennen sollten die Symptome dennoch bewertet werden.
Kann Menopause Zungenbrennen verursachen?
Das häufigere Auftreten des Burning Mouth Syndroms bei postmenopausalen Frauen hat zur Erforschung hormoneller Faktoren geführt.
Es ist jedoch nicht richtig, zu schlussfolgern, dass „jeder, der in die Menopause kommt, Zungenbrennen hat“ oder dass „BMS ausschließlich auf Östrogenmangel zurückzuführen ist“.
BMS ist ein multifaktorielles Krankheitsbild. Neben hormonellen Veränderungen werden das Nervensystem, Mundtrockenheit, der Geschmackssinn, systemische Erkrankungen und verschiedene psychosoziale Faktoren gemeinsam bewertet.
Verursachen Stress und Angst Zungenbrennen?
Stress, Angst und depressive Symptome gehören bei BMS-Patienten zu den häufig untersuchten Faktoren.
Es ist jedoch keine richtige Herangehensweise, dem Patienten zu sagen: „Es ist nichts in Ihrem Mund, das Problem ist rein psychologisch“.
Im aktuellen Ansatz zum Burning Mouth Syndrom wird angenommen, dass neuropathische und psychosoziale Mechanismen sich gegenseitig beeinflussen können.
Chronische Schmerzen können das Stressniveau erhöhen; hoher Stress kann wiederum die Schmerzwahrnehmung und Lebensqualität einer Person negativ beeinflussen.
Aus diesem Grund kann die Behandlung bei einigen Patienten nicht nur die Symptome im Mundbereich umfassen, sondern auch den Umgang mit chronischen Schmerzen, was einen multidisziplinären Ansatz erfordern kann.
Besteht ein Zusammenhang zwischen Zähneknirschen und Zungenbrennen?
Bestimmte orale parafunktionelle Gewohnheiten können das Gefühl von Unbehagen im Mund verstärken.
Während des Zähneknirschens, Kieferpressens und Zähneknirschens kann es zu einer übermäßigen Aktivität der Kiefermuskulatur kommen. Bei manchen Personen kann dies von ständigem Pressen der Zunge gegen die Zähne, Biss auf die Zungenspitze oder wiederholter mechanischer Irritation der Mundgewebe begleitet sein.
Patienten mit Verdacht auf Zähneknirschen können den Inhalt von Melsadent zu Was ist Zähneknirschen (Bruxismus)? Symptome und Behandlungsmethoden prüfen.
Kann die Zungenpressgewohnheit das Brennen beeinflussen?
Das ständige Pressen der Zunge gegen die Zähne den ganzen Tag über oder das Reiben an bestimmten Stellen im Mund kann bei manchen Personen zu einem Reizgefühl beitragen.
Dies ist einer der Gründe, warum orale Gewohnheiten bei der Differenzialdiagnose des Burning Mouth Syndroms hinterfragt werden.
Für detaillierte Informationen zur Zungenposition und zum Zungenpressen kann der Melsadent-Artikel Verformt Zungenpressen die Frontzähne? eingesehen werden.
Wie wird das Burning Mouth Syndrom diagnostiziert?
Es gibt keinen spezifischen Bluttest, kein Röntgenbild oder bildgebendes Verfahren, das allein das Burning Mouth Syndrom diagnostizieren könnte.
Daher ist BMS im Grunde eine Ausschlussdiagnose.
Der Zahnarzt hört sich zunächst die Beschwerden des Patienten ausführlich an und beurteilt den Mundraum.
Bei der Beurteilung werden folgende Punkte berücksichtigt:
- Wann das Brennen begann,
- In welchen Bereichen es auftritt,
- Ob es sich im Laufe des Tages ändert,
- Ob es mit dem Essen zunimmt oder abnimmt,
- Ob Mundtrockenheit vorliegt,
- Ob eine Geschmacksveränderung vorliegt,
- Verwendete Medikamente,
- Systemische Erkrankungen,
- Mundpflegeprodukte,
- Rauchen und ähnliche Gewohnheiten,
- Zähneknirschen oder Zungenpressen
hinterfragt werden.
Bei der Munduntersuchung werden Zähne, Zahnfleisch, Zunge, Mundschleimhaut, Prothesen und vorhandene Restaurationen beurteilt.
Für Patienten, bei denen das Zahnfleisch und die umgebenden Gewebe beurteilt werden müssen, finden Sie bei Melsadent detaillierte Informationen auf der Seite Zahnfleischbehandlung (Parodontologie).
Welche Tests können bei Zungenbrennen durchgeführt werden?
Es müssen nicht bei jedem Patienten dieselben Tests durchgeführt werden.
Je nach Anamnese und Befunden des Patienten können folgende Tests durchgeführt werden:
- Komplettes Blutbild,
- Eisen- und Ferritinspiegel,
- Vitamin B12 und Folsäure,
- Blutzuckeruntersuchung,
- Schilddrüsenfunktionstests,
- Andere als notwendig erachtete Vitamin- und Mineralstoffspiegel,
- Orale Kultur oder Abstrich,
- Speichelflussbewertung,
- Allergiebeurteilung,
- Biopsie oder Bildgebung in notwendigen Fällen
können in Frage kommen.
Das Ziel ist nicht, einen Test durchzuführen, der das BMS „beweist“, sondern andere Krankheiten zu untersuchen, die Zungenbrennen verursachen können.
Wann sollte Zungenbrennen ernst genommen werden?
Kurzzeitiges Zungenbrennen kann nach heißen Getränken, scharfem Essen oder vorübergehender Reizung auftreten.
Wenn das Brennen jedoch;
- Wochenlang anhält,
- Jeden Tag wiederkehrt,
- Seine Intensität zunehmend steigt,
- Das Essen beeinträchtigt,
- Mit Geschmacksveränderungen einhergeht,
- Deutliche Mundtrockenheit besteht,
- Wunden oder Farbveränderungen auf der Zunge vorhanden sind,
- Eine Raumforderung oder Schwellung am Hals bemerkt wird,
- Schluckbeschwerden vorliegen,
- Von anderen Symptomen wie unerklärlichem Gewichtsverlust begleitet wird
sollte eine professionelle Abklärung nicht verzögert werden.
Insbesondere nicht heilende Mundwunden oder dauerhafte Gewebeveränderungen sollten nicht als Burning Mouth Syndrom abgetan werden.
Wie wird das Burning Mouth Syndrom behandelt?
Die Behandlung des Burning Mouth Syndroms hängt davon ab, ob das Brennen primär oder auf eine andere Krankheit zurückzuführen ist.
Wird eine sekundäre Ursache identifiziert, wird zunächst dieser Zustand behandelt.
Zum Beispiel;
- Bei Pilzinfektionen eine geeignete antimykotische Behandlung,
- Bei bestätigtem Vitamin- oder Mineralstoffmangel ein entsprechender Ersatz,
- Bei Mundtrockenheit ein auf die Ursache ausgerichteter Ansatz,
- Bei reizenden Mundpflegeprodukten ein Produktwechsel,
- Korrektur ungeeigneter Prothesen oder scharfer Zahnflächen,
- Management systemischer Erkrankungen durch die entsprechende Fachabteilung,
könnte erforderlich sein.
Bei primärem Burning Mouth Syndrom ist die Behandlung komplexer und ein einziger Ansatz führt nicht bei jedem zum gleichen Ergebnis.
Einige Medikamente zur Behandlung neuropathischer Schmerzen, topische Anwendungen, kognitive Verhaltenstherapie und verschiedene unterstützende Behandlungen wurden in wissenschaftlichen Studien evaluiert.
Die Medikamentenwahl sollte jedoch unbedingt von einem Arzt getroffen werden. Es ist nicht richtig, im Internet empfohlene Produkte wie Clonazepam, Gabapentin, Capsaicin, Antidepressiva oder Alpha-Liponsäure für das Burning Mouth Syndrom eigenständig anzuwenden.
Eine systematische Übersicht, die Studien zu Alpha-Liponsäure beim Burning Mouth Syndrom bewertet, ist über Alpha-Lipoic Acid in Burning Mouth Syndrome – Systematic Review zugänglich.
Verschwindet das Burning Mouth Syndrom vollständig?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage.
Liegt der Verbrennung eine Vitaminmangel, Pilzinfektion, Reizung oder ein anderer behebbarer Grund zugrunde, können die Symptome nach Beseitigung der Ursache erheblich nachlassen oder vollständig verschwinden.
Primäres BMS kann hingegen chronisch verlaufen und bei einigen Patienten Monate oder Jahre andauern.
Ziel der Behandlung ist nicht immer, das Brennen in einer einzigen Sitzung vollständig zu beseitigen. Bei einigen Patienten kann die Verringerung der Symptomstärke, die Verbesserung der Ess- und Schlafqualität sowie die Reduzierung der Auswirkungen chronischer Schmerzen auf das tägliche Leben ein primäres Ziel sein.
Was kann bei Zungenbrennen zu Hause helfen?
Einige einfache Maßnahmen, die zu Hause angewendet werden können, können vorübergehende Linderung verschaffen, ersetzen jedoch nicht die Untersuchung der zugrunde liegenden Ursache.
Je nach den Faktoren, die die Beschwerden verstärken:
- Ausreichend Wasser trinken,
- Kühles Wasser schluckweise trinken,
- Extrem heiße Speisen und Getränke vermeiden,
- Sehr scharfe und würzige Speisen einschränken,
- Saure Getränke reduzieren,
- Mundspülungen mit Alkohol weglassen,
- Tabakprodukte vermeiden,
- Die Zunge nicht aggressiv bürsten,
- Bei Personen mit Mundtrockenheit zuckerfreien Kaugummi in Betracht ziehen
kann hilfreich sein.
Das NIDCR gibt an, dass bei Patienten mit BMS kalte Getränke, Eiswürfel oder zuckerfreier Kaugummi bei manchen Personen vorübergehende Linderung verschaffen können; Tabak, heiße und würzige Speisen, alkoholhaltige Mundspülungen und stark saure Produkte können hingegen die Reizung im Mund erhöhen.
Helfen Backpulver, Zitrone oder Essig gegen Zungenbrennen?
Ohne die Ursache des Zungenbrennens zu kennen, wird davon abgeraten, konzentriertes Backpulver, Zitrone, Essig, Pflanzenöle oder andere chemische Produkte im Mund anzuwenden.
Insbesondere stark saure Produkte wie Zitrone und Essig können das Brennen in den empfindlichen Mundgeweben weiter verstärken.
Die meisten im Internet gefundenen Empfehlungen, die besagen, dass sie „Zungenbrennen sofort lindern“, berücksichtigen nicht die zugrunde liegende Ursache.
Bei länger anhaltendem Brennen ist das Ziel nicht nur, den Bereich vorübergehend zu betäuben, sondern die Ursache der Symptome zu ermitteln.
Kann Zungenbrennen mit Zahnfleischproblemen verwechselt werden?
Manche Patienten können Schwierigkeiten haben zu unterscheiden, ob das Brennen im Mund genau auf der Zunge, am Zahnfleisch oder im gesamten Mundbereich auftritt.
Beim Brennen des Zahnfleisches, wenn es begleitet wird von:
- Blutung,
- Schwellung,
- Rötung,
- Zahnstein,
- Mundgeruch,
- Zahnfleischrückgang
sollten parodontale Probleme in Betracht gezogen werden.
Personen mit brennendem Zahnfleisch, Juckreiz oder ähnlichen verschiedenen sensorischen Beschwerden können detaillierte Informationen auch aus dem Inhalt von Melsadent Was verursacht Zahnfleischjucken? erhalten.
Welchen Arzt sollte man bei Zungenbrennen aufsuchen?
Bei der Erstbeurteilung einer Person, die unter langanhaltendem Zungen- oder Mundbrennen leidet, spielt der Zahnarzt eine wichtige Rolle.
Der Zahnarzt kann im Mundraum Folgendes beurteilen:
- Zahnbedingte Probleme,
- Zahnfleischerkrankungen,
- Scharfe Zähne oder Restaurationen,
- Prothesenirritationen,
- Veränderungen der Mundschleimhaut,
- Pilzinfektionen,
- Orale Gewohnheiten
bewerten.
Je nach Befunden und Symptomen kann es notwendig sein, die Meinung von Internisten, HNO-Ärzten, Neurologen, Gastroenterologen, Endokrinologen oder anderen Fachrichtungen einzuholen.
Das Burning Mouth Syndrom ist ein Zustand, der bei manchen Patienten eine multidisziplinäre Beurteilung erfordert.
Wie kann langanhaltendes Zungenbrennen bei Melsadent beurteilt werden?
Bei langanhaltendem Zungenbrennen reicht es möglicherweise nicht aus, nur die Frage zu prüfen: „Gibt es eine Wunde auf der Zunge?“
Bei der Mund- und Zahnbefundung in der Melsadent Mund- und Zahngesundheitspoliklinik kann untersucht werden, ob die Beschwerde des Patienten mit Zähnen, Zahnfleisch, Mundschleimhaut, vorhandenen Restaurationen, Prothesen oder oralen Gewohnheiten zusammenhängt.
Wird angenommen, dass die Symptome mit dem Burning Mouth Syndrom oder einem systemischen Problem in Verbindung stehen könnten, können die notwendigen Überweisungen geplant werden.
Informationen zu den von Melsadent im Bereich der Mund- und Zahngesundheit angebotenen Behandlungen erhalten Sie auf unserer Seite Unsere Behandlungen.
Wenn Sie über einen längeren Zeitraum Zungenbrennen, Brennen im Mund, Kribbeln, Geschmacksveränderungen oder eine unerklärliche Überempfindlichkeit im Mund erfahren, können Sie über die Seite Melsadent Online-Termin eine Anfrage zur Begutachtung stellen.
Häufig gestellte Fragen
Warum brennt die Zunge?
Zungenbrennen kann sehr unterschiedliche Ursachen haben, wie Mundtrockenheit, Pilzinfektionen, Vitamin B12- oder Eisenmangel, Reflux, Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Medikamente, Reizungen durch Mundpflegeprodukte, scharfe Speisen, orale Gewohnheiten oder das Burning Mouth Syndrom.
Meine Zunge brennt, aber es ist nichts zu sehen, woran könnte das liegen?
Obwohl bei einer Munduntersuchung keine sichtbaren Läsionen gefunden werden, kann ein langanhaltendes Brennen beim Burning Mouth Syndrom auftreten. Vor der Diagnose von BMS müssen jedoch andere mögliche Ursachen wie Mundtrockenheit, Infektionen, Vitaminmangel, Medikamente und systemische Erkrankungen ausgeschlossen werden.
Was ist das Burning Mouth Syndrom?
Das Burning Mouth Syndrom ist ein chronischer orofazialer Schmerzzustand, der nicht durch eine sichtbare Erkrankung oder Läsion im Mund erklärt werden kann und gekennzeichnet ist durch wiederkehrendes Brennen oder anormale Empfindungen, die in der Regel länger als drei Monate andauern.
Wo wird das Burning Mouth Syndrom am häufigsten empfunden?
Am häufigsten ist die Zunge betroffen. Insbesondere an der Zungenspitze, den Zungenrändern und im vorderen Bereich der Zunge kann ein Brennen auftreten. Zusätzlich können die Lippen, der Gaumen, das Zahnfleisch oder der gesamte Mund betroffen sein.
Warum brennt die Zungenspitze?
Das Brennen an der Zungenspitze kann durch lokale Reizungen, Zungenbeißen oder Zungenpressen, Mundtrockenheit, Ernährungsmängel, Pilzinfektionen und das Burning Mouth Syndrom verursacht werden.
Kann Zungenbrennen durch Vitamin B12-Mangel verursacht werden?
Vitamin-B12-Mangel kann bei einigen Personen Glossitis und Zungenbrennen verursachen. Eine Diagnose von B12-Mangel kann jedoch nicht allein durch Zungenbrennen gestellt werden. Bei Bedarf sollte eine Abklärung mittels Bluttests erfolgen.
Verursacht Eisenmangel Zungenbrennen?
Eisenmangel und Eisenmangelanämie können bei einigen Patienten mit Empfindlichkeit, atrophischen Veränderungen und einem Brennen auf der Zungenoberfläche verbunden sein.
Verursacht Mundsoor Zungenbrennen?
Ja. Orale Candidiasis kann Zungenbrennen und Empfindlichkeit verursachen. Es ist wichtig, Infektionen im Mund auszuschließen, bevor die Diagnose BMS gestellt wird.
Verursacht Mundtrockenheit Zungenbrennen?
Ja. Eine verminderte Speichelproduktion oder ein starkes Gefühl von Mundtrockenheit kann zur Empfindlichkeit der Mundschleimhaut und zu Brennen beitragen.
Ist das Burning Mouth Syndrom ansteckend?
Nein. Das primäre Burning Mouth Syndrom ist keine ansteckende Krankheit. Wenn jedoch ein Pilz oder eine andere Infektion die Ursache für das Brennen ist, sollte die Situation gesondert beurteilt werden.
Ist das Burning Mouth Syndrom Krebs?
Nein. Das Burning Mouth Syndrom ist kein Mundkrebs. Symptome wie eine nicht heilende Wunde, eine Raumforderung, eine einseitige dauerhafte Läsion, unerklärliche Blutungen oder deutliche Gewebeveränderungen sollten jedoch professionell beurteilt werden, bevor sie als BMS eingestuft werden.
Ist das Burning Mouth Syndrom gefährlich?
Das primäre BMS ist in der Regel keine lebensbedrohliche Erkrankung, kann aber aufgrund chronischer Schmerzen Essen, Schlaf, soziales Leben und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Da sich auch eine andere Erkrankung hinter dem Brennen verbergen kann, sollten anhaltende Symptome abgeklärt werden.
Kann Zungenbrennen durch Stress verursacht werden?
Stress und Angst können die Schwere der Symptome bei einigen Patienten beeinflussen. Es ist jedoch nicht korrekt, anhaltendes Zungenbrennen ausschließlich auf Stress zurückzuführen. Zunächst sollten orale und systemische Ursachen untersucht werden.
Ist das Burning-Mouth-Syndrom psychologisch?
Das BMS lediglich als psychologische Krankheit zu definieren, entspricht nicht den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es wird angenommen, dass Nervensystem- und neuropathische Schmerzmechanismen eine wichtige Rolle spielen. Psychologische und soziale Faktoren können jedoch die Wahrnehmung chronischer Schmerzen und die Lebensqualität beeinflussen.
Kommt es beim Burning-Mouth-Syndrom zu Geschmacksveränderungen?
Ja. Bei manchen Personen können ein metallischer oder bitterer Geschmack, ein anhaltendes Gefühl eines anderen Geschmacks oder eine Veränderung der Geschmackswahrnehmung das Brennen begleiten.
Verändert sich das Aussehen der Zunge beim Burning-Mouth-Syndrom?
Beim primären BMS können Mund und Zunge meist normal aussehen. Das Vorhandensein sichtbarer Läsionen oder deutlicher Farbveränderungen kann die Untersuchung anderer Ursachen erforderlich machen.
Wie lange dauert Zungenbrennen, bis es abklingt?
Das hängt von der Ursache ab. Leichte Verbrennungen aufgrund heißer Speisen oder mechanischer Reizung können sich schnell bessern, während das Burning-Mouth-Syndrom Monate oder Jahre andauern kann. Beschwerden, die wochenlang anhalten oder wiederkehren, müssen abgeklärt werden.
Vergeht das Burning-Mouth-Syndrom von selbst?
Bei einigen Patienten können die Symptome mit der Zeit nachlassen, es ist jedoch nicht möglich, vorherzusagen, wann dies geschehen wird. Liegt eine sekundäre Ursache vor, kann deren Behandlung die Besserung der Symptome bewirken.
Welches Medikament ist beim Burning-Mouth-Syndrom wirksam?
Es gibt kein einzelnes Medikament, das für jeden geeignet ist. Bei der Behandlung des BMS wurden verschiedene Medikamente gegen neuropathische Schmerzen und topische Ansätze untersucht, die Behandlung sollte jedoch vom Arzt individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Verschreibungspflichtige Medikamente sollten nicht eigenmächtig eingenommen werden.
Hilft Zitrone gegen Zungenbrennen?
Im Allgemeinen wird dies nicht empfohlen. Da Zitrone einen hohen Säuregehalt hat, kann sie das Brennen auf der empfindlichen Mundschleimhaut noch verstärken.
Was hilft gegen Zungenbrennen?
Es hängt von der Ursache ab. Das Trinken von kühlem Wasser und das Reduzieren von sehr heißen, sauren und scharfen Produkten, die das Mundgewebe reizen, kann bei manchen Menschen vorübergehende Linderung verschaffen. Für eine dauerhafte Lösung muss die Ursache des Brennens ermittelt werden.
Ignorieren Sie Zungenbrennen nicht
Zungenbrennen kann manchmal durch eine einfache Reizung verursacht werden, die innerhalb weniger Tage abklingt. Ein Brennen, das jedoch Wochen oder Monate anhält und täglich wiederkehrt, insbesondere wenn kein sichtbares Problem im Mundbereich vorliegt, sollte anders beurteilt werden.
Das Burning-Mouth-Syndrom ist ein komplexer orofazialer Schmerzzustand, der sich durch chronisches Brennen, Stechen, Kribbeln, Mundtrockenheitsgefühl und Geschmacksveränderungen an Zunge und im Mund äußern kann.
Allerdings ist nicht jedes Zungenbrennen ein Burning-Mouth-Syndrom.
Vitamin- und Mineralstoffmängel, Pilzinfektionen, Mundtrockenheit, Reflux, endokrine Erkrankungen, eingenommene Medikamente, Mundpflegeprodukte, mechanische Reizungen und orale Gewohnheiten können ähnliche Symptome hervorrufen.
Daher ist der wichtigste Schritt, die möglichen Ursachen durch eine Mund- und Zahnuntersuchung systematisch zu bewerten, anstatt sich selbst anhand von Symptomen im Internet eine BMS-Diagnose zu stellen.
Insbesondere wenn das Brennen schon lange anhält, im Laufe des Tages zunimmt, von Geschmacksveränderungen oder Mundtrockenheit begleitet wird oder anfängt, den Alltag und das Essen zu beeinträchtigen, sollte eine professionelle Beurteilung nicht hinausgezögert werden.
In der Melsadent Poliklinik für Mund- und Zahngesundheit können die möglichen Ursachen des Brennens im Mund durch eine Beurteilung von Mund, Zähnen, Zahnfleisch und umliegenden Geweben untersucht werden; in notwendigen Fällen kann eine gemeinsame Beurteilung mit anderen medizinischen Fachrichtungen geplant werden.

