Zygoma-Implantat – Feste Lösung bei unzureichendem Knochenangebot
Ein neuer Ansatz bei fortgeschrittenen Zahnbehandlungen
Die moderne Zahnmedizin hat verschiedene Behandlungsoptionen für Patienten mit unzureichendem Kieferknochen entwickelt. Eine der bemerkenswertesten dieser Optionen ist die Zigoma-Implantat-Technologie. Zigoma-Implantate, die zum Einsatz kommen, wenn herkömmliche Implantatmethoden unzureichend sind, sind für Patienten, die unter Oberkieferknochenresorption (Resorption) leiden, quasi ein Retter.
Was ist ein Zigoma-Implantat?
Ein Zigoma-Implantat leitet seinen Namen vom Jochbein (Os zygomaticum) ab, in das es eingesetzt wird. Mit anderen Worten, diese Implantate werden im Gegensatz zu klassischen Zahnimplantaten nicht direkt am Oberkieferknochen, sondern am Jochbein befestigt. Zigoma-Implantate sind deutlich länger als herkömmliche Implantate (typischerweise zwischen 30-52 mm) und können aufgrund ihrer dichten und robusten Struktur im Jochbein platziert werden.
Diese Technik bietet insbesondere Patienten mit erheblichem Knochenverlust im Oberkiefer die Möglichkeit, festsitzenden Zahnersatz zu erhalten, ohne dass aufwendige chirurgische Eingriffe (wie Knochentransplantationen) erforderlich sind.
Für wen sind Zigoma-Implantate geeignet?
– Patienten mit schwerer Knochenresorption im Oberkiefer
– Personen, bei denen eine Behandlung mit Knochentransplantation keine Option ist
– Patienten mit totalem Zahnverlust, die eine festsitzende Prothese wünschen
– Personen, die zuvor eine erfolglose Implantatbehandlung hatten
– Personen mit systemischen Erkrankungen, die für eine klassische Implantatbehandlung nicht geeignet sind (mit ärztlicher Genehmigung)
Der Behandlungsablauf
Die Zigoma-Implantatbehandlung ist ein spezialisiertes Verfahren und umfasst in der Regel die folgenden Schritte:
– Untersuchung und Bildgebung: Die Knochenstruktur wird mithilfe fortschrittlicher bildgebender Verfahren wie Panorama-Röntgenaufnahmen und Tomographie (CBCT) analysiert.
– Planung: Der Zahnarzt plant die Länge des Zigoma-Implantats, den Einsetzwinkel und die Prothese.
– Chirurgischer Eingriff: Unter Lokalanästhesie oder Vollnarkose werden Zygoma-Implantate in den Jochbeinknochen eingesetzt. Die Operation kann 2-4 Stunden dauern.
– Heilungsprozess: In den meisten Fällen wird direkt nach dem Einsetzen der Implantate eine provisorische festsitzende Prothese angebracht. Die Verwachsung des Knochens mit dem Implantat (Osseointegration) kann 3-6 Monate dauern.
– Einsetzen des permanenten Zahnersatzes: Nach Abschluss der Heilung wird der permanente festsitzende Zahnersatz eingesetzt.
Vorteile
Es ist kein Knochentransplantat erforderlich, wodurch Zeit und Kosten gespart werden.
Es bietet die Möglichkeit, in kürzerer Zeit festsitzende Zähne zu erhalten.
Es weist eine hohe Erfolgsquote auf.
Im Vergleich zu anderen Implantaten erfordert es weniger chirurgische Eingriffe.
Es kann sogar bei Kieferknochenschwund angewendet werden, der durch langfristige Zahnlosigkeit entsteht.
